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   Claudio Monteverdi - Vespro della Beata Vergine
 
  
   So, 23. September 2018  -  17.00 Uhr
  
Michaelskirche (Liebfrauenstraße) 

  
Claudio Monteverdi_Marienvesper 

  
Hanna Zumsande & Sabine Goetz_Sopran
  
Franz Vitzthum & Rolf Ehlers_Countertenor
  
Hans Jörg Mammel & Florian Cramer_Tenor
  
Ekkehard Abele &Thomas Scharr_Bass
  
Ensemble Oltremontano
  
Burkhard Engelke_Leitung 


  
International renommiertes Solisten- und Instrumentalensemble präsentiert Claudio Monteverdis Marienvesper
   unter der Leitung von Burkhard Engelke 


   Die lebensvolle, theatralische Wirkung, die von
Claudio Monteverdis „Marienvesper – Vespro della Beata Vergine
   einem geistlichen Werk immerhin – ausgeht, ist beeindruckend. Sie lässt einen unwillkürlich an Maler aus dem frühen Barock,
   wie etwa Rubens denken. Ähnlich wie der Maler 1611 in seinem berühmten Gemälde „Mariä Himmelfahrt“ mit hervorspringender
   Gestik die Himmelfahrt der „Beata Vergine“ ins Bild setzt, so kraftvoll und raffiniert zugleich deutet Monteverdi die altbekannten
   Psalmtexte und liturgischen Formeln aus, die seit Jahrhunderten den Grundstock christlicher Andacht bildeten. Anders, als man
   vielleicht meinen könnte, steht diese gleichsam szenische Präsenz der Musik zum geistlichen Thema nicht im Widerspruch.

  
An der Nahtstelle von Renaissance zu Barock, von der Vokalpolyphonie der Renaissance zum Generalbasszeitalter im beginnenden   
   Barock steht Monteverdi als erster grandioser Komponist dieses neuartigen, „Seconda pratica“ genannten Stiles: „Das Wort“,
   schreibt er, sei „die Herrin der Harmonie, nicht ihr Diener“.Von Italien ausgehend, vollzog sich bald in ganz Europa in rasanter
   Geschwindigkeit dieser radikale Wandel des musikalischen Stils, der sowohl neue kompositorische Techniken und Formen als auch
   generell eine neue Auffassung über die Funktion der Musik einschloss.Noch 1647, im Vorwort der Symphoniae Sacrae II, betonte
   Heinrich Schütz die "italienische Manier", nach der er sich bei der Komposition gerichtet habe, und erwähnt dabei des "scharfsinnigen
   Herrn Claudii Monteverdens Meynung", wonach die Musik im neuen Stil "nunmehr zu ihrer entlichen Vollkommenheit gelanget seyn soll".
   Die „Seconda pratica“ setzte sich in Hessen insbesondere durch Landgraf Moritz durch, der als Komponist eigener Werke ein
   ausgesprochener Freund italienischer Musik war. Grenzüberschreitend setzte der neue Stil so zu einem internationalen Siegeszug an.
   Die großartige Oratorientradition mit Komponisten wie Bach, Händel, Haydn, Mendelssohn und Brahms wäre ohne diesen
   Paradigmenwechsel im Verständnis der Musik undenkbar. 

  
Für die Aufführung der Marienvesper im Rahmen des Kultursommer Südhessen am 23. September um 17. 00 Uhr in der
   Michaelskirche Darmstadt (Liebfrauenstraße) konnte neben 8 handverlesenen Solisten, wie der Hamburger Sopranistin
   Hanna Zumsande und dem Countertenor Franz Vitzthum, mit dem Ensemble „Oltremontano“ aus Antwerpen/Belgien
   eines der weltweit führenden Ensembles für die Musik des Frühbarocks gewonnen werden. Die Besetzung von „Oltremontano“
   umfasst für dieses Konzert neben 2 Violinen und 3 Gamben die selten zu hörenden Zinken und Barockposaunen. Gegründet wurde
   das Ensemble 1993 von dem renommierten belgischen Posaunisten Wim Becu zusammen mit erstklassigen Bläserkollegen der
   Alte-Musik-Szene. Das Ensemble widmet sich intensiv der Erforschung und Wiederaufführung von Musik des 16. und 17. Jahrhunderts
   und gastiert weltweit bei den wichtigsten Alte-Musik-Festivals. Dirigent des Konzertes ist der Darmstädter Alte-Musik-Spezialist
   Burkhard Engelke. 

  

  
   23. September, 17 Uhr, Michaelskirche (Liebfrauenstr.)
   Eintritt: VV 23 €; AK 25 €   -
  ermäßigt VV 20 €; AK 22 €


  
Vorverkauf:
   Darmstadt Shop Luisencenter (Luisenplatz 5, Tel.: 06151-13 45 13)
  
Odenwald Apotheke (Untere Mühlstraße in Darmstadt-Arheilgen)
   Abendkasse ab 16.00 Uhr



                                                     

 
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