Händel Messias_Heilig Geist Kirche

G. F. Händel
MESSIAS

Heilig Geist Kirche Darmstadt-Arheilgen
17.09.2023 18.00 Uhr

Main Barock Orchester Frankfurt
Julia Obert_Sopran
Alexandra Paulmichl_Alt
Sebastian Hübner_Tenor
Timothy Sharp_Bass
Kantorei Darmstadt-Arheilgen
Burkhard Engelke_Leitung

Karten-Vorverkauf hier

Abendkasse ab 17.00 Uhr geöffnet

Händel Messias Heilig Geist Arheilgen

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Denn so wichtig die Finanzen auch sind: Am Geld soll ein Konzertbesuch nicht scheitern.

In nur 22 Tagen hat Georg Friedrich Händel (1685–1759) sein wohl berühmtestes und zugleich monumentalstes Werk geschaffen, den Messiah. Die handschriftliche Partitur überliefert als Beginn der Niederschrift den 22. August 1741 und nennt bereits den 12. September für die Vollendung der Arbeit. Charles Jennens, Händels Freund, hatte die englische Textgrundlage und den dramaturgischen Aufbau konzipiert (möglicherweise aber auch Händels Hauskaplan Pooley): eine Zusammenstellung von Bibelworten aus dem Alten Testament, das sich im englischen Puritanismus großer Beliebtheit erfreute. Aber auch Händel selbst hat Anteil an der textlichen Formung für seine Messias-Komposition.

Alttestamentlich gilt der Messias („der Gesalbte“) als Erlöser der Welt, dessen Kommen verheißen wird. Im christlichen Glauben wird dies verstanden als Hinweis der Propheten auf Jesus Christus, den Heiland und Gottessohn, dessen Menschwerdung und Wirken das Neue Testament bilden.

Für Händel ist Messias der Weltenherrscher und Himmelskönig in Einheit mit der Allmacht Gottes, fern aller Konvention und Dogmatik. Der Komponist wählt für seine künstlerische Darstellung die Form des großen Chor-Oratoriums, für seine musikalische Aussage setzt er hymnische und lyrische Elemente mit Einfallsreichtum und eindringlicher Wirkung ein, als Farben benutzt er die reiche Palette vokaler und instrumentaler Musizierpraxis seiner Zeit, des Barock. Konzeption und Komposition bilden in diesem Werk ein einheitliches Ganzes. Der englische Musikforscher John Tobin erkennt in Händels oratorischer Schöpfung eine Vereinigung von „Konzert und Oper in außerordentlich fruchtbarer Weise ebenso wie höchste Kunst und reifste Kompositionstechnik mit edelstem Ideengut“.

Gegenstand des dreiteiligen Oratoriums ist das Wirken Christi. Der erste Teil setzt ein mit der messianischen Verheißung und den alttestamentlichen Weissagungen, berichtet von der Geburt Jesu, den Hirten auf dem Felde, dem jubelnden Lobpreis der Engel und schließt mit einer Meditation über das Heil, das Christus der Welt gebracht hat. Der zweite Teil beinhaltet das Passionsgeschehen, eine Schilderung des Leidens, das Christus auf sich genommen hat, um die Welt zu erlösen. Die Auferstehung des triumphierenden Christus, der Sieg des Lebens über den Tod, und seine Auffahrt zum himmlischen Gottvater münden in den berühmten Hallelujah-Chor. Der dritte Teil dient Händel schließlich zur Verherrlichung des Messias-Gedankens, zur Meditation und zum Bekenntnis einer Wiederkehr des Messias.

Seit seiner Uraufführung am 13. April 1742 in Dublin hat ‚The Messiah’ eine äußerst bewegte Aufführungsgeschichte erfahren. Händel selbst nahm anlässlich der zahlreichen Wiederaufführungen Veränderungen vor, um den unterschiedlichen künstlerischen Bedingungen praktisch gerecht zu werden. Die historisch belegte Chorstärke der Uraufführung mit insgesamt 16 Knaben- und 16 Männerstimmen wird sich zu Händels Lebzeiten nicht wesentlich geändert haben. Aber bereits im späten 18. Jahrhundert bildete sich in England eine Praxis riesiger Chöre und Orchester für Aufführungen dieses Oratoriums heraus, so in London mit 275 Sängern und 248 Instrumentalisten.

Das Besinnen auf eine werkgerechte Balance und die Bemühungen um eine historisch belegte musikalisch angemessene Aufführungspraxis haben dieser ausufernden Entwicklung Einhalt geboten. In dieser Absicht wird das Werk in der heutigen Aufführung des Messias dargeboten.
Messias Heilig Geist Arheilgen

Händel Messias heilig Geist Arheilgen